Schwarzenbruck in Mittelfranken

Es gibt viele Gründe, warum die Bewohner der mittelfränkischen Gemeinde Schwarzenbruck stolz auf ihre Heimat sein können. Einer davon ist die Tatsache, dass die erste urkundliche Erwähnung mit dem Jahr 1025 wesentlich früher datiert ist, als die vom nahegelegenen Nürnberg. Durch die verkehrsgünstige Lage zur benachbarten Großstadt und vor allem durch die eigene Infrastruktur ist Schwarzenbruck ein bevorzugter Ort zum Wohnen und Leben. Mitten im Naherholungsgebiet zu wohnen und dennoch kurze Wege zu den Notwendigkeiten des Alltags zu haben, ist ein deutlicher Vorzug von Schwarzenbruck.

Die Gemeinde Schwarzenbruck

Im Laufe der Jahrhunderte sind die benachbarten Orte Altenthann, Gsteinach, Lindelburg, Ochenbruck, Pfeifferhütte und Rummelsberg zusammen mit dem ursprünglichen Schwarzenbruck nicht nur örtlich zusammengewachsen. Im Jahr 1972 erfolgte mit der Eingemeindung von Altenthann und Pfeifferhütte der letzte Akt der administrativen Zusammengehörigkeit. Heute leben ca. 8.500 Einwohner dort, wo andere am Wochenende Erholung suchen, denn Schwarzenbruck liegt mitten im Lorenzer Reichwald.

Historisches in und um Schwarzenbruck

Alle Teile der heutigen Gemeinde Schwarzenbruck haben eines gemeinsam: Ihre Geschichte ist von Fleiß und dem Wunsch nach Fortschritt geprägt. Das solide Handwerk hatte immer seinen Stellenwert. Der Ortsteil Pfeifferhütte verdankt sogar seinen Namen dem ehemaligen Bewohner, der dort Pfeifen herstellte. Ein Hammerwerk sorgte nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für weiteres Wachstum an wirtschaftlicher Bedeutung von Schwarzenbruck.

Daneben spielte die Forstwirtschaft über viele Jahrhunderte eine wichtige Rolle. Etliche Rangeleien um die Herrschaft über Schwarzenbruck mit unterschiedlichem Ausgang konnten die Bewohner nicht daran hindern, den stetigen Aufbau ihrer Gemeinde zu betreiben. Selbst einige Nürnberger Patrizierfamilien beteiligten sich daran, indem sie sich mit kleinen Schlösschen einen Zweit- oder Drittwohnsitz in Schwarzenbruck schafften. So kann man noch heute das Petz`sche Schloss bewundern, während das Faberschloss vom Bleistiftfabrikanten Faber um 1880 erbaut wurde.

Rummelsberger Anstalten in Schwarzenbruck

Ein Schloss der Familie Rummel, ebenfalls eine Patrizierfamilie aus Nürnberg, gab dem Ortsteil Rummelsberg seinen Namen. Heute steht die Bezeichnung des Ortsteiles für Nächstenliebe, Erziehungsarbeit, Kranken- und Altenpflege und die Betreuung von Behinderten, sowie intensive Ausbildung, denn hier sind die Rummelsberger Anstalten zu Hause.

1903 kaufte ein Verein den damals maroden Einödhof Rummelsberg, und baute diesen zunächst in kleinen Schritten zu einem Erziehungsheim aus. Bis zur heutigen Bedeutung der Rummelberger Anstalten mussten noch viele Planungs- und Bauarbeiten gemeistert werden, unter anderem gab es ein unlösbar erscheinendes Problem mit der Trinkwasserversorgung. Doch manchmal geschehen auch Wunder, und als solches wurde die zufällige Entdeckung einer sprudelnden Quelle betrachtet. Die stetige Weiterentwicklung der diakonischen Einrichtung führte zur heutigen Größe, nicht nur bezogen auf die flächenmäßige Ausbreitung der verschiedenen Kliniken, Heime und sonstiger Betreuungseinrichtungen.

Sehenswürdigkeiten

Die Schwarzachklamm stellt eine Brücke über den Fluss Schwarzach dar, die wegen ihrer beeindruckenden Bauweise interessant ist. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist die Brücke, über welche der Rhein-Main-Donau-Kanal über die Schwarzach geleitet wird. Das Schlösschen der Familie Faber beherbergt heute ein Seniorenheim und ist ebenfalls mehr als einen Blick wert. Das gilt auch für das Petz´sche Schloss, welches ganz in der Nähe der Stelle steht, wo einst die Brücke über die Schwarzach führte, die dem Ort den Namen gab.

Schwarzenbruck hat seit dem Jahr 1971 mit Gufidaun, einem bekannten Urlaubsort in Südtirol eine Patenschaft.