Reichelsdorf

Reichelsdorf ist seit der Eingemeindung im Jahr 1922 ein Nürnberger Stadtteil, vorher war es bereits seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1299 eine Gemeinde im Süden Nürnbergs. Allerdings wechselten die Herren über Reichelsdorf im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte mehrmals. Patrizier und Markgrafen wechselten sich ab, und sogar Preußen war vertreten, bis Reichelsdorf im Jahr 1806 wieder an das Königreich Bayern fiel.

Als eingemeindeter Teil von Nürnberg ist Reichelsdorf bereits seit 1923 in das städtische Verkehrsnetz eingebunden, denn schon zu dieser Zeit fuhr eine Buslinie von Nürnberg nach Reichelsdorf und machte den Anschluss an das Stadtleben leichter. Mittlerweile kann man auch mit dem Auto gut nach Reichelsdorf kommen, die Südwesttangente sorgt für einen Anschluss an die Autobahn. Auch mit der S-Bahn ist Reichelsdorf von Nürnberg aus ein Katzensprung.

Bei den traditionellen Veranstaltungen, wie der Kirchweih, sind die Reichelsdorfer aber meistens unter sich. Den Weihnachtsmarkt dagegen besuchen auch die Nürnberger gern, denn er ist mit seiner beschaulichen Übersichtlichkeit eine idyllische Alternative zum geschäftsträchtigen Gegenstück in Nürnberg. Auch wenn es darum geht, die um Nürnberg häufig vorkommenden Herrensitze zu besichtigen, ist der Stadtteil ein lohnenswertes Ziel für Ausflügler.

Ein Ausflug nach Reichelsdorf lohnt sich

Hier findet man nämlich das Waldstromer-Schlösschen, welches schon im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Es hatte bis in die heutige Zeit eine ganze Reihe von Besitzern, aber eine der ältesten Nürnberger Patrizierfamilien nutzte das Gebäude am längsten als Herrensitz, nämlich ca. 200 Jahre lang. Die Familie Waldstromer gab dem Schlösschen auch seinen Namen. Das charmante Gebäude ist heute in Privatbesitz. Ein weiteres ansprechendes historisches Gebäude ist das Brandenburger Gasthaus. Auch ohne die verlockende Verkostung der anspruchsvollen Speisekarte lohnt es sich, einen Blick auf die Gaststätte zu werfen, dessen Baustil mit seinen Sandsteinen der gesamten Region entspricht.

Die Reichelsdorfer können in ihrem Stadtteil weit genug vom Trubel der Großstadt leben, ohne auf die Annehmlichkeiten einer funktionierenden Infrastruktur verzichten zu müssen. Einkaufsmöglichkeiten, Sportvereine, Schulen, Kindergärten … es ist alles vorhanden. Und was es nicht im Ort selbst gibt, ist durch die gute Verkehrsanbindung schnell zu erreichen. Das macht Reichelsdorf zu einer guten Adresse.