Wenzelschloss in Lauf

Das Schmuckstück der Pegnitzstadt

Wer Lauf kennt, kennt das Wenzelschloss. Das hübsche Gebäude am Ufer der Pegnitz lässt viele Herzen höher schlagen. Geschichtskenner, Freunde alter Gemäuer, Kunst- und Kulturfreaks, Verliebte … Egal zu welcher Jahres- und Tageszeit, die Menschen haben ihre Freude am Wahrzeichen der Stadt.

Die Geschichte des Schlosses im 14. Jahrhundert

Anstelle des Schlosses stand früher eine Burg auf dieser kleinen Pegnitzinsel. Sie war gerade im Besitz der Wittelsbacher, eine der ältesten, deutschen Adelsgeschlechter, als sie 1301 zerstört wurde.

Kaiser Karl IV., seiner Zeit der bedeutendste Kaiser, wurde gute fünfzig Jahre später Eigentümer der Pegnitzgebiete und der Oberpfalz. Der römisch-deutsche Kaiser entschied sich 1356 dafür, anstelle der Burgruine ein neues, ansehnliches Schloss zu bauen. Lauf lag günstig, wenn der Monarch von Nürnberg nach Prag unterwegs war und schaffte sich so einen angenehmen Ort zum Rasten.

Der Wappensaal, im Osten des Gebäudes, ist das Prunkstück des Schlosses. Es wurde 1360 gebaut und 120 Wappen zieren die Wände. Noch nicht ganz fertiggestellt, kam das Schloss zu Beginn der 70er Jahre des 14. Jahrhunderts bereits wieder in den Besitz der Wittelsbacher.

Wer sich gut mit den verschiedenen Baustilen und der Kunstgeschichte auskennt wird merken, dass das Wenzelschloss sich kaum einem bestimmen Baustil zuordnen lässt. Es ist eine interessante Mischung aus Gotik und Klassisch-Romanisch.

Die Folgezeit

Seit Anfang des 16. Jahrhunderts gehörte das Wenzelschloss der Stadt Nürnberg. Knappe einhundert Jahre war das Schloss Sitz des Nürnberger Landpflegers und auch des Amts- und Landesgerichts. In dieser Zeit wurde das Schloss auch einige Male umgebaut. Heute gehört das Wenzelschloss der Gesellschaft „Immobilien Freistaat Bayern“, welche die Immobilen des Bundeslandes Bayern verwaltet.

Außenstelle der Nürnberger Akademie der bildenden Künste

Im Jahre 1985 versetzte die Nürnberger Akademie der bildenden Künste ihre Abteilung Kunsterziehung in das Laufer Schloss und machte das historische Gebäude damit zur Außenstelle der Nürnberger Kunstakademie. Seitdem Anfang der 1970er Jahre auch Kunsterzieherprüfungen in der Nürnberger Kunstakademie abgehalten werden konnten, wurde der Platz zunehmend knapp. Seither tummeln sich viele Lehramtstudenten in den alten Gemäuern. Inzwischen wurde der Ausbau des Gebäudes der Nürnberger Kunstakademie genehmigt, so dass voraussichtlich im Jahr 2013 das Schloss nicht mehr als Außenstelle benötigt wird.

Wer will das Wenzelschloss?

Kaiser Karl der IV. hätte es sich bestimmt vor einigen hundert Jahren nicht im Traum vorstellen können, dass sein Schloss keinen Verwendungszweck oder Käufer mehr findet. Im Moment gibt es keine sichere Zukunft für das Gebäude. Die Gesellschaft „Immobilien Freistaat Bayern“ möchte gern verkaufen. Mit der Stadt Lauf ist man in Verhandlung, aber wer möchte schon für den kostenintensiven Unterhalt eines alten historischen Gebäudes aufkommen? In dieser Sache wird es noch eine Zeit lang spannend bleiben.

Übrigens, wussten Sie schon, dass das Wenzelschloss auch Kaiserburg genannt wird?

Autor: Klaus Meininger

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